Abhilfe bei Kofferverlust durch Okoban?

Euer Flugzeug hebt ab und euch fällt plötzlich auf, dass Ihr euren zweiten Koffer im Flughafen-Café vergessen habt. Ein anderer Fall: Bei der Gepäckausgabe taucht euer Reisekoffer überhaupt nicht auf dem Laufband auf.
Zwei Beispiele für den typischen Gepäckverlust am Flughafen, wie er auf der ganzen Welt täglich passiert. Die Firma Okoban verspricht mit seinem Service, dass dies kein Problem mehr darstellt.

Wie funktioniert Okoban?

Okoban funktioniert recht einfach:

Ihr bekommt eine einzigartige Identifikationsnummer (Unique Identification Number = UID). Die UID ist entweder bereits bei eurem Koffer enthalten oder auf einem gesondert erworbenen Kofferanhänger oder Aufkleber.
Auf der offiziellen Seite (www.okoban.com) registriert Ihr euch mit der UID und hinterlegt euren Namen und eure Email-Adresse.
Außerdem könnt Ihr eine Beschreibung und Bilder des Gepäcks, sowie weitere Kontaktmöglichkeiten hinterlassen.
Der Dienst ist nicht nur auf Koffer begrenzt, auch Laptops, Smartphones, Reisepässe und mehr können mit einem Okoban-Aufkleber versehen werden.

Sehr schön: Der Service ist kostenlos und mit einem Konto können unbegrenzt viele Gegenstände registriert werden. Offiziell dürft Ihr den Service allerdings erst ab 18 Jahren nutzen, egal ob Ihr Besitzer oder Finder seid.

Wird euer verlorenes Gut gefunden, so kann der Finder auf der Internetseite von Okoban die Identifikationsnummer eintragen, Ihr werdet dann informiert, dass euer Koffer gefunden wurde.
Der Finder kann eine Privatperson, die Flughafengesellschaft oder ein Fundbüro sein.

Übrigens, in unserem Shop nutzen die Firma Stratic bei ihrer Stratic Apollo II und bei ihrer Conquest Serie das Okoban-System. Suitsuit nutzt ebenfalls Okoban, bietet parallel dazu aber noch seine eigene Tracking-Dienst namens Turtle Trace an.

Wichtig ist übrigens, dass eure Identifikationsnummer von euch registriert wurde. Die Nummer ohne ein entsprechendes Nutzerkonto ist leider nutzlos.

Ursprung des Firmennamens

Der Name der Firma entstand lauter eigener Aussauge aus den japanischen Wort Koban und dem Buchstaben O.
Koban ist ein Begriff für kleine bemannte Polizeihäuschen, welche auch als Fundbüro genutzt werden. Das O als Präfix steht für Respekt.
Da in der japanischen Kultur ein großer Respekt vor fremden Eigentum herrscht, wird also mit Okoban der Respekt vor dem Eigentum und dem Wiederfinden zum Ausdruck gemacht.
Das Unternehmen hat seinen derzeitigen Sitz in Genf und gehört zur US-Firma Travel Sentry, welche TSA-Schösser herstellen.

Lohnt es sich?

Okoban ist nicht der einzige Anbieter einer Methode zur Identifizierung euer Koffer. Zum Beispiel bieten die Firmen Victorinox, Travel Blue und SuitSuit ebenfalls diese Art von Dienstleistung für ihre Produkte an.

Leider sind im Netz kaum Erfahrungswerte über den Okoban-Dienst zu finden, so dass ich keine klare Empfehlung aussprechen kann. Zum einen ist es geeignet, wenn der Koffer in einem anderen Land verloren geht. Außerdem schützt die Identifikationsnummer eure Privatsphäre, da eure Adresse dem fremden Finder zu Anfang nicht bekannt ist.
Zum anderen könnte das Melden eures Fundstücks auf der Internetseite aber zu kompliziert sein oder leicht übersehen werden. Die Frage muss auch erlaubt sein, ob nicht ein Zettel mit der Anschrift im Koffer als Kontaktmöglichkeit ausreicht.

Besitzt Ihr einen Okoban-Konto und was ist eure Meinung dazu?

Quellen:

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